Detmold, den 22. Februar 2026 – Trotz widriger Wetterbedingungen versammelten sich gegen 11 Uhr mehrere Hundert Menschen am Fuße des Denkmals, um ein sichtbares Zeichen gegen die AfD und ihre völkisch-nationalistischen Positionen zu setzen. Unter dem Motto „Detmold bleibt bunt“ zeigten die Teilnehmenden mit Plakaten und Transparenten ihre klare Ablehnung gegenüber rechtspopulistischen Parolen. Die Stimmung war geprägt von Entschlossenheit und gegenseitiger Unterstützung.

„Heute hat Detmold gezeigt, dass wir uns nicht spalten lassen. Die Menschen hier stehen zusammen – gegen Hass, gegen Hetze und für eine lebendige Demokratie“, äußerte unsere Fraktionsvorsitzende, Frau Dr. Birgit Meyer-Ehlert. „Die AfD mag versuchen, mit Provokationen Aufmerksamkeit zu erzeugen, aber hier ist sie auf klare Ablehnung gestoßen. Das ist ein wichtiges Signal, nicht nur für unsere Region, sondern für ganz Deutschland.“

Lange blieb unklar, ob Björn Höcke seinen geplanten Auftritt am Hermannsdenkmal wahrnehmen würde. Trotz polizeilicher Sicherung der Kundgebung erschien er aber nicht und wählte kurzfristig die Externsteine als neuen Veranstaltungsort, um den Gegendemonstrant*innen am Hermannsdenkmal zu entkommen.

Dem Aufruf der Linksjugend Lippe und der Grünen Jugend Lippe folgte ein Bündnis aus lokalen Initiativen, Gewerkschaften, Kirchen, Parteien und Kulturvereinen hatte die Veranstaltung organisiert, die nicht als Gegenprotest, sondern als eigenständige Demonstration für die Demokratie verstanden werden sollte. Der breite Zuspruch – von Detmolder*innen über Lipper*innen bis hin zu weiteren Unterstützern – zeigte die Wachsamkeit und Handlungsbereitschaft der Zivilgesellschaft in Lippe.

Hintergrund: Das Hermannsdenkmal, als Symbol der deutschen Einheit und Freiheit erbaut, war in der Vergangenheit mehrfach Schauplatz politischer Kundgebungen. Die AfD hatte den Auftritt Höckes im Rahmen einer bundesweit umstrittenen „Deutschlandtour“ angekündigt. Höcke, der dem völkisch-nationalistische „Flügel“ der Partei zugeschrieben wird, steht wegen volksverhetzender Äußerungen unter Kritik.

Nach Bekanntwerden der Gegenmobilisierung entschied sich der AfD-Tross kurzfristig, die Externsteine als neuen Veranstaltungsort zu wählen, um den bunten Gegendemonstrant*innen am Hermannsdenkmal zu entkommen. Aber auch an diesem neuen Ort versammelten sich Gegendemonstrant*innen und zeigten sich in Detmold und ganz Lippe von ihrer besten Seite. Die starke Teilnahme – von Detmolder*innen über Lipper*innen bis hin zu Bielefelder*innen und Höxteraner*innen – war ein eindrucksvolles Zeichen der Solidarität – großer Respekt dafür.

Es ist erfreulich, dass so viele Menschen in Lippe aktiv für Freiheit und Demokratie eintreten – bunt und entschlossen. Höcke vermied es, diesen mutigen Protest anzusehen, da die Bilder nicht in das Narrativ der AfD passen. Vor Ort zeigt sich eine andere Realität als die von Algorithmen und Trollen verzerrte Darstellung in sozialen Medien. Dies verdeutlicht, wie die AfD versucht, ihrer eigenen Erzählung zu entkommen.
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