Baumschutzsatzung

Am 18.02.2016 hat eine CDU-SPD-FDP-Mehrheit im Rat die Baumschutzsatzung abgeschafft – mit teilweise kabarettreifen Argumenten. (siehe: https://www.gwasa.de/politik/baumschutz-ade/ratsbeschluss/)

Jahrzehntelang hatte eine Baumschutzsatzung dazu beigetragen, wertvollen alten Baumbestand in Detmold zu bewahren.

Die Folgen zeigten sich schnell: Zahlreiche wertvolle alte Bäume, die noch lange hätten erhalten bleiben können, wurden abgeholzt. Bei den GRÜNEN gingen immer mehr Beschwerden ein – und die Forderung, etwas gegen den Baumfrevel zu tun!

Jetzt soll der Rat der Stadt Detmold auf Antrag der GRÜNEN Fraktion eine neue Baumschutzsatzung für Detmold beschließen. Demnach soll die Verwaltung bis zum 01.04.2021 auf der Grundlage der alten Satzung „den Entwurf einer Baumschutzsatzung für Detmold … vorlegen (und) die personellen Voraussetzungen für die Umsetzung … schaffen“.

Bäume und Klimaschutz

Der Klimawandel – Erderwärmung, Trockenheit, Stürme und Schädlingsbefall (Borkenkäfer) – sind auch in Detmold nicht mehr zu übersehen. Eine der gravierendsten Folgen: ein erheblicher Verlust an pflanzlichem Grün und besonders an Bäumen. Das wirkt sich mehrfach aus. Zum einen sind Bäume wertvolle CO2-Speicher, das heißt: Beim Verlust eines jeden Baumes wird CO2 frei und beschleunigt den Klimawandel.

Bäume machen Stadt l(i)ebenswert

Zum andern helfen gerade Stadt-Bäume die Folgen des bereits eingetretenen Klimawandels abzumildern: Als Schattenspender und durch ihre ausgleichende Funktion für den Wasserhaushalt wirken sie der gesundheitsgefährlichen Überhitzung – zumal in Innenstädten – entgegen.

Dazu kommen zahlreiche weitere „Wohlfahrtsfunktionen“, die den (Innenstadt-) Bäumen seit jeher zugeschrieben werden.

  • Produktion von Sauerstoff,
  • Herausfiltern von Schadstoffen aus der Luft, wie etwa (Fein-)Staub, Schwefel- und Stickoxide, Kohlenwasserstoffe …,
  • Lärmschutz,
  • Lebensraum für Tiere,
  • Belebung und Verschönerung des Stadtbildes
  • und vieles mehr

Eine neue Satzung für Detmold

Angesichts all dieser Argumente gehen wir davon aus, dass unser Antrag eine breite Mehrheit findet. Schließlich haben wir jetzt auch einen starken Bündnispartner im Kampf für mehr Bäume!

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