Detmolder Politik stimmt gegen Baumschutzsatzung

„Das ist ein schwarzer Tag für die Bäume in Detmold“, so kommentiert Dr. Birgit Meyer-Ehlert, stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen im Detmolder Stadtrat die Entscheidung des Hauptausschusses vom 18.2.2021.

Im Kommunalwahlkampf haben sich alle Parteien für den Schutz der Bäume in der Stadt ausgesprochen. „Wir werden für mehr Bäume kämpfen“, so ein Wahlslogan der SPD vom September 2020. Jetzt zeigt sich, wofür man wirklich steht.

Bäume in der Stadt leisten wichtige Beiträge zum Klimaschutz, zum Biotop- und Artenschutz sowie zur Stadtbildgestaltung und Lebensqualität. Sie haben damit eine öffentliche Funktion und bedürfen des gesellschaftlichen Schutzes durch eine Baumschutzsatzung. Es sollte in der Stadt Detmold nicht möglich sein, ohne Prüfung und Genehmigung einen alten Baum zu beseitigen. Auch in der Vergangenheit sind Anträge auf Fällung bei Vorliegen guter Gründe genehmigt worden, allerdings waren die Antragsteller dann verpflichtet, einen Ersatz zu leisten.
Daneben kann eine Baumschutzsatzung auch Beschädigungen und Verletzungen bei Bäumen, insbesondere bei Bauarbeiten, verhindern.

Das oft genannte Argument eines bürokratischen Monstrums ist ein vorgeschobenes Argument. Auch in der Vergangenheit war der Aufwand für die Verwaltung überschaubar. Darüber hinaus ist es Aufgabe der Verwaltung, für den Schutz öffentlicher Güter einzutreten.

Es wird also auch weiterhin möglich sein, ohne Antrag Bäume in Detmold zum fällen. Das wird zu weiterem Verlust von Grün in der Stadt führen.

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